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Ben Miller Band - Any Way, Shape Or Form

Als gefeierter Support von ZZ Top in Nordamerika und Europa wurde die Ben Miller Band im letzten Jahr einem großen Publikum bekannt. Nun stehen die drei Bartträger aus Joplin/Missouri mit ihrem neuen Album ANY WAY, SHAPE, OR FORM in den Startlöchern. Mit der Hilfe von Produzent Vance Powell (Jack White, Willie Nelson) ist es ihnen eindrucksvoll gelungen den furiosen "Ozark Stomp" ihrer Live-Shows in einem Nashviller Studio einzufangen. (VÖ: 09/2014, New West Records) Weiter...

Terry Allen - Bottom Of The World

Terry Allen gilt als der Außenseiter der Country-Szene. Einer Szene, der er sich selbst nie zugehörig fühlte. So verwundert es kaum, dass der inzwischen 70-Jährige in seiner Wahlheimat Santa Fe zuletzt eher als bildender Künstler denn als Songwriter in Erscheinung getreten ist. BOTTOM OF THE WORLD ist sein erstes Album seit 14 Jahren und es ist eines seiner besten. (VÖ: 2/2013, Cargo Records) Weiter...



Daniel Romano - Come Cry With Me

Schlecht gemacht kann ein Album wie dieses schnell eine peinliche Reise in die Vergangenheit werden, bei der man lieber die Originale auflegen möchte anstatt das zu hören, was sich gerade auf dem Plattenteller dreht. Dass COME CRY WITH ME mehr als nur ein Nostalgie-Trip in vergangene Country-Epochen ist, verdanken wir vor allem dem unverstellten und ironiefreien Engagement, das der 25-jährige Romano aufbringt. (VÖ: 1/2013, Norman Town) Weiter...

Kurt Vile - Wakin On A Pretty Daze

Einige dürften es nicht mehr gewohnt sein, aber diese Platte verlangt Zeit und Aufmerksamkeit. Kurzweilig will hier gar nichts sein, anbiedernde Hits sucht man vergebens und auch was griffiges für einen Sampler findet man nicht so schnell wie noch auf dem Vorgänger. Kurt Vile lässt seine Songs nach Lust und Laune aus dem Ruder laufen und nur wer sich in ihrer Weitläufigkeit verlieren kann, entdeckt ihre Schönheit. (VÖ: 4/2013, Matador) Weiter...



Dawn McCarthy & Bonnie 'Prince' Billy - What The Brothers Sang

Bonnie "Prince" Billy ist für seinen gigantisches Output bekannt und gefürchtet und auch wenn es kaum möglich ist, bei der Flut an EPs, LPs, Singles und Seitenprojekten immer am Ball zu bleiben, WHAT THE BROTHERS SANG, eine liebevoll gestaltete, gemeinsam mit Dawn McCarthy eingespielte Sammlung von Liedern aus dem Kosmos der legendären Everly Brothers, hat es verdient, darin nicht untzerzugehen. (VÖ: 2/2013, Domino & Drag City) Weiter...

Odermennig - Gemorje Hinnerlaand (inkl. Download & Stream)

"Odermennig – ein Pflänzchen ganz besonderer Art" titelte die Presse 1983 und meinte damit nicht das gleichnamige Ackerkraut selbst, sondern ein nach ihm benanntes Trio aus Marburg. 30 Jahre später ist jenes Pflänzchen noch exotischer als damals, denn Odermennig machten etwas, was vor ihnen keiner gewagt hatte und seitdem niemand wiederholt hat: Sie verzahnten Lyrik, Burlesken in mittehessischer Mundart mit zeitgenössischen angloamerikanischen Musikeinflüssen. (VÖ: 1983, Foto: Quadriga Ton) Weiter...



Dawn McCarthy/Bonnie 'Prince' Billy - Christmas Eve Can Kill You (7")

So unwahrscheinlich es scheint, dass man aus der Flut meist unsäglicher Weihnachts- veröffentlichungen auch mal eine Perle fischen kann, mit dieser Single ist der Beweis erbracht, dass es geht. "Christmas Eve Will Kill You", im Original von den Everly Brothers, ist ein angenehmes Gegengift zu sonst allgegenwärtigen Weihnachtstümelei. Die Single erscheint in zwei Versionen. (VÖ: 11/2012, Domino & Drag City) Weiter...

Dinosaur Jr. - I Bet On Sky

Eigentlich müssten Dinosaur Jr. inzwischen zu jenen Kandidaten gehören, die man bei jedem neuen Album stets wegen ihrer frühen Verdienste lobt und das aktuelle Schaffen nebenbei brav mit durchwinkt. Ihrer Vorreiterrolle am Vorabend von Grunge Ende der 80er Jahre in allen Ehren, aber seit ihrer Reunion 2005 klingen die Noise-Veteranen aus Massachusetts besser denn je. (VÖ: 9/2012, Rough Trade) Weiter...



Joey Ramone - Ya Know?

Eine Kollektion von aufgearbeiteten Demos des Punk-Pioniers, die mehr sind als nur halbgahre Restevewertung zum finanziellen Wohle der Erben. Bruder Mickey organisert ein würdiges Vermächtnis mit hervorragenden Songs, die Joey in den letzten 15 Jahren seines Lebens schrieb und einer Armada von Weggefährten und Gastmusikern, die sie zu einem homogenen Album ausgearbeitet haben. (VÖ: 5/2012, Foto: Rough Trade) Weiter... 

Shooter Jennings - Family Man

Shooter Jennings ist zuhause angekommen. Es muss nicht zwingend gelingen, wenn der Sohn auf den Spuren des Vaters wandelt. Für Shooter sind die Fußstapfen aber genau die richtigen. Nach zuletzt vielen Experimenten gelingt ihm mit FAMILY MAN eine abgehangen lässige Melange aus Country, Americana und Southern Rock. Der Geist des großen Daddys Waylon schwebt über allem. Das passt. (VÖ: 03/2012, Foto: Entertainment One) Weiter...



First Aid Kit - The Lion's Roar

Ihr zweites Album nahm das Schwestern-Duo aus Stockholm in Omaha, Nebraska mit Bright Eyes-Mann Mike Mogis auf, der behutsam weitläufige und vielschichtig instrumentierte Klanglandschaften um die Gesangsharmonien der beiden baut und dabei clever genug ist, den puristisch-introvertierten Charme früherer Tage nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. So überzeugen First Aid Kit auch mit Band im Rücken und Americana-Helden im Hinterkopf. (VÖ: 01/2012, Foto: Wichita) Weiter...

Lana Del Rey - Born To Die

Was folgt dem großen Hype, den die Single "Video Games" im vergangenen Herbst entfachte? Lana Del Rey geht mit ihrem Debüt nicht baden, wie im Vorfeld der LP-Veröffetlich gemutmaßt wurde, weniger wäre allerdings mehr gewesen. Bereits nach der halben Spielzeit scheint das Pulver verschossen, die Ideen redundant. Eine fokussiertere Songauswahl und weniger Style Hopping hätten "Born To Die" gut zu Gesicht gestanden. (VÖ: 01/2012, Foto: Universal) Weiter...



Kurt Vile - Smoke Ring For My Halo

Wenn Sonic Youths Kim Gordon und Dinosaur Jr. Mastermind J Mascis ein Paar gewesen und einen Sohn bekommen hätten, es wäre Kurt Vile gewesen. Waren sie aber nicht und so sind sie nur bewundernde Unterstützer des 31jährigen, der so perfekt ins Bild des schlurfigen LoFi-Slackertums der frühen 90er gepasst hätte. Vile dreht sich gemächlich in seinem eigenen kleinen Universum und um sich selbst. (VÖ: 03/2011: Matador) Weiter...

Merle Haggard - Working In Tennessee

Es gibt Stimmen, die meinen, man hätte Haggard einen angesagte Produzenten wie Rick Rubin oder T-Bone Burnett an die Seite stellen sollen, der ordentlich Kultpotential aus der Legende herausfiltern hätte können - wie seinerzeit bei Johnny Cash. No way, denn Hag ist immernoch genau deshalb der derbste Chief Rocker von allen, weil er kauzig und unbeugsam sein eigenes Ding durchzieht. Auch mit 74 macht er keine Kompromisse. (VÖ: 09/2011:Century) Weiter...



Lana Del Rey - Video Games (7" Picture Single)

Lana Del Rey hat den plakativen Charme eines alten Coca Cola-Pin Ups. Ihr Videoclip zur Debüt-Single "Video Games", mit dem ein gigantischer Hype im Internet entfacht wurde, skizziert dazu mit verwaschenen und grobkörnigen Bildern einen nostalgisch-verklärten Blick auf den American Way Of Life vergangener Dekaden zwischen White-Trash-Chic und glamouröser Hollywood-Diva. So sloganhaft ihre Texte, so kandiert ihr Image, so verführerisch ihre Single. (VÖ: 10/2011: Stranger Records) Weiter...

The Strokes - Angles

Vor nun schon zehn ganzen Jahren wurden die Strokes mit ihrem IS THIS IT zum Hype der Stunde. Eine ganze Flut von Bands mit Retro-Sounds und "The" im Namen waren die Folge. Am 18. März erscheint nun nach zahlreichen Soloveröffentlichungen mit ANGLES ihr viertes Studioabum. Es gehört inzwischen zum guten Ton, bei jeder neuen Veröffentlichung der Strokes die Hypothek des Debüts mit einzurechnen, um dann festzustellen, dass sie den Clou von einst nicht wiederholen können. (VÖ: 03/2011: Sony Music) Weiter...



The See See - Late Morning Light

The See See sind die englische Band der Stunde. Die ersten beiden limitierten Vinyl-Auflagen ihres Debüts LATE MORNING LIGHT waren im Fahrwasser der Single-Erfolge "Maria Soul" und "Keep Your Head" beide bereits kurz nach Erscheinen im Herbst vergangenen Jahres im Handumdrehen ausverkauft. Mit der bevorstehenden Europa-Tour erscheint ein weiteres Reissue der LP. (VÖ: 02/2011, Foto: Dell'Orso Records) Weiter...

Doug Paisley - Constant Companion

Braucht die Welt ein weiteres Singer-Songwriter-Album im Stile der großen Sixties-Ikonen wie Bob Dylan und Townes Van Zandt? Die Antwort lautet ja, zumindest wenn man es wie Doug Paisley schafft, sich mit einem ergänzenden Derivat in diese Riege einzureihen, statt im Territorium der Vorbilder zu wildern. (VÖ: 10/2010, Foto: No Quarter) Weiter...



Danger Mouse feat. Sparklehorse - Dark Night Of The Soul

Eine ganze Armada hochkarätiger Künstler hatten Danger Mouse und Mark Linkous von Sparklehorse für ihr Projekt DARK NIGHT OF THE SOUL rekrutiert. Darunter niemand geringeres als Regieikone David Lynch. Dumm nur, dass das fertige Ergebnis zunächst niemand hören durfte. Einen Rechtsstreit, ein Guerilla Release und zwei Selbstmorde später erscheint es nun doch. (VÖ: 06/2010: Parlophone) Weiter... 

Bonny Billy & The Picket Line - Funtown Comedown

Tief in die Wälder bei Louisville/Kentucky verschlägt es den zur Zeit emsigsten Songwriter Amerikas. In der Kommune Funtown trifft er die heimische Bluegrass-Formation The Picket Line samt Banjo-spielendem Bürgermeister und spielt vor einer Handvoll Freunden einen fulminanten Gig, das von den Mittagsstunden bis in den Abend andauert. Das Ergebnis dieses denkwürdigen Auftritts liegt nun als Vinyl-Only-Veröffentlichung vor. (VÖ: 12/2009: Drag City) Weiter...



Lissy Trullie - Self-Taught Learner (EP)

Lissy Trullie ist eher Epigonin als Innovatorin aber das schmälert den Charme ihrer Debüt EP kein bisschen. Unbefangen kreiert die 25-jährige New Yorkerin aus den aufgesogenen Eindrücken vergangener Pop-Jahrzehenten ihrer Stadt einen Style, der sich vor allem durch ihren burschikosen Gesang und ihre androgyne Stimme einprägt. Verschwenderisch wirft Trullie mit unwiderstehlichen Hooklines um sich. (VÖ: 06/2009: Cooperative Music) Weiter...

Willie Nelson & Asleep At The Wheel – Willie And The Wheel

Im Spätherbst seiner Karriere zollt Willie Nelson endlich doch noch ausgiebig seiner Vorliebe für Western-Swing Tribut. Bereits zu seinen Zeiten bei Atlantic Records Anfang der 70er Jahre forcierte Label-Kopf Jerry Wexler vergeblich die Entstehung eines Albums mit entsprechender Ausrichtung. So konsequent wie zurzeit bewegete sich Nelson jedoch nie auf diesem Nebengleis des Country. (VÖ: 7/2010: Rough Trade) Weiter...



The xx - xx

Es schien zunächst wie ein weiterer, vom NME befeuerter Hype von der Insel, den die Debütsingle von The xx im Frühsommer entfachte. Zurückhaltende Skepsis war jedoch angebracht. Zu abenteuerlich klang die Geschichte von den vier Londoner Vorort-Teenagern, die in Eigenregie mit Keyboards, Bass, Gitarre und Drumcomputer bewaffnet den britischen Musikmarkt aufmischen sollten. Unbeeindruckt legt die Band nun ihr imponierendes Debut vor. (VÖ: 8/2009, Foto: Indigo) Weiter...