Terry Allen - Bottom Of The World

Ein Altersmeisterwerk

(VÖ: 2/2013, Cargo Records)
(VÖ: 2/2013, Cargo Records)

Terry Allen gilt als der Außenseiter der Country-Szene. Einer Szene, der er sich selbst nie zugehörig fühlte: "Country? Which Country?" So verwundert es kaum, dass der inzwischen 70-Jährige in seiner Wahlheimat Santa Fe zuletzt eher als bildender Künstler denn als Songwriter in Erscheinung getreten ist. BOTTOM OF THE WORLD war 2013 sein erstes Album in 14 Jahren und es ist eines seiner besten geworden. Schnörkellos erzählt Allen seine Geschichten mit beeindruckender Intensität.


Der mit Kumpel Guy Clark geschriebene "Queenie's Song" ist ein Klagelied auf seinen von einem Unbekannten erschossenen Hund und gleichzeitig sowohl ein bissiger Seitenhieb auf den Waffentick seiner Landsleute ("Bet you got a gun for Christmas") als auch eine zornig-persönliche Abrechnung: "You son-of-a-bitch I'll track you down on that you got my word". Man zweifelt nicht daran, dass es ihm ernst ist.

In "Do They Dream Of Hell In Heaven" nimmt er mit lakonischem Humor religiöse Fanatiker aufs Korn, während "Emergency Human Blood Courier" düster die Zustände an der US-mexikanischen Grenze skizziert. Die feinen Arrangements von Sohn Bukka (Cello, Geige, Akkordeon) und Pedal Steel-Virtuose Lloyd Maines aus Allens texanischer Heimatstadt Lubbock tauchen die Songs in eine warme, intime Atmosphäre. Schwiegertochter Sally steuert Backing Vocals bei.

 

Hier ist kein Ton zu viel und jedes Wort sitzt auf den Punkt.